Wut und OhnmachtMittwoch, 19. Oktober 2011Wenn ich die Aussagen der Politiker an der Spitze der Republik so hören, dann überkommt mich eine kalte Wut und gleichzeitig eine lähmende Ohnmacht. Er fühlt sich scheinbar von dieser Bindung bevormundet, der Staat müsse seiner Meinung nach wohl jenseits der Rechtsprechung stehen. Und was haben wir denn in letzter Zeit so gehabt? Schönheit unseres PlanetenSonntag, 17. April 2011Ohne weiteren Kommentar: The Mountain von Terje Sorgjerd bei Vimeo. Blutdruck!Montag, 11. April 2011Wo sind meine Blutdruck-Pillen hin? Grund: Die Herren Politiker brüten mal wieder über Netzsperren. Diesmal nicht als Stoppschild gegen Kinder- und Jugendpornographie. Nein, diesmal geht es um Glücksspiele im Internet und das Monopol der Länder darauf und wie man dieses umsetzen könne. Und da kommen natürlich sofort die Netzsperren wieder hervor, da diese ja früher so wunderbar funktioniert haben. Lesen und weinen oder auch kotzen, wie man mag:
Mehr Platz, Igor!Freitag, 1. April 2011Heute habe ich mich endlich dazu aufgerafft, meinem Datenelend ein Ende gemacht und zwei Platten zu je 3TB (mit internen 4K-Sektoren und externen LBAs mit 512 Bytes) gekauft. Pro: Mehr Platz als, ich Contra: 10 Stunden Sync-Zeit für das RAID1, dass ich daraus gebaut habe. (Ja, ich bin ein wenig Paranoid, was Festplatten angeht. Die meisten meiner Daten fallen jetzt nicht in die Kategorie "überlebenswichtig", aber ich fände es blöd, wenn ich z.B. meine CD-Sammlung wieder neu rippen müsste, weil dies dann doch einige Tage in Anspruch nehmen würde. Echte lebenswichtige Daten habe ich als Backup auf a) Band, b) verschlüsselt in der Dropbox und c) auf DVD oder CD [die ich einmal im Jahr prüfe, ob die Lesbarkeit noch gegeben ist]) Immerhin setzt Linux den Sync an der letzten Stelle fort und fängt nicht immer von vorne an. Ein wenig abenteuerlich war auch die Partionierung. Eine normale MSDOS-Partitionstabelle reicht nicht mehr, es muss eine GPT (GUID Partition Table) sein. Und da die Platten intern Sektoren mit 4KB-Größe arbeitet, möchte man auch dafür sorgen, dass die Partitionen und damit die Dateisysteme innerhalb der Partitionen an eben diesen 4KB-Sektoren ausgerichtet (aligned) sind. Sonst wird man eine erstaunliche Verlangsamung von Schreibzugriffen bis zu Faktor 10 erleben. In meinem Fall habe ich die korrekte Partionierung mit parted durchgeführt.
+ considered harmfulMittwoch, 5. Januar 2011Argh! Diese Schmerzen! Da will man einmal RSSowl testen, aber wird gleich beim ersten Start von folgendem Fehler ausgebremst: !SESSION 2011-01-05 16:26:16.473 -----------------------------------------------
Ehrlich, so etwas schmerzt ungemein. Spielsucht!Montag, 29. November 2010Ich springe hiermit offiziell auf das aktuelle Meme im Internet auf. Immerhin wird es der Netz-Gemeinde erspart bleiben, mich in Youtube-Videos zu Minecraft erleben zu müssen. Linux und TrafficshapingMittwoch, 10. November 2010Ein klarer Fall von "Hä?!": Ich stelle via tc eine maximale downstream Rate von 16000kbit ein. Und was erhalte ich? Eine maximale Downloadrate von ca. 4500kbit. Komisch. OK, probieren wir einmal eine fertige Lösung, z.B. den guten alten Wondershaper (http://lartc.org/wondershaper/):
Und wir erhalten: Eine maximale Downloadrate von ca. 4500kbit. Hmmm. Nehmen wir etwas anderes, das gerade im Linux Magazin besprochene tc-Script (http://www.linux-magazin.de/static/listings/magazin/2010/12/TC/):
Und wir erhalten: Eine maximale Downloadrate von ca. 4500kbit. Hmmmmm! Vermutlich bin ich zu doof, zu blöd, mein Kernel (2.6.32.x) ist zu alt, das Karma nicht richtig justiert, oder tc nimmt mir übel, das ich es früher einmal als undokumentiertes Stück esoterischen Code tituliert habe. Ich glaube, ich werde meine Tage mit einer ungeshapeten Verbindung verleben müssen, denn einerseits funktionieren die fertigen Lösungen irgendwie nicht richtig und andererseits übersteigt die Logik und Syntax von tc einfach meinen Horizont. Ich habe nun schon so oft versucht, mir das anzueignen, aber die Dokumentation ist einfach grottig, die vorhandenen Beispiele in der Dokumentation sind für mich nichtssagend und die Beispiele im Netz sind ebenso unter- bzw. undokumentiert oder beziehen sich auf uralte Kernel und Methoden. Ich geb's echt auf. Da administriere ich lieber Windows auf der Kommandozeile als noch einmal tc zu verstehen zu versuchen zu wollen. ext4 oder XFS für Maildir?Donnerstag, 4. November 2010Was ist wohl besser geeignet für einen Maildir-Storage von ca. 1TiB Größe?
Das ganze auf einem via FC-4GBit angeschlossenen RAID5 mit 5 Platten und 64k Stripe-Size. Der Server hat mit 12GB genug Speicher für Cache und Co. (ReiserFS3 fällt weg, da es praktisch ungewartet ist und es diverse Berichte gibt, dass es unter Last gerne mal zusammenbricht, Reiser4 muss auch wegen der sehr unklaren Entwicklungssituation ausscheiden.) Es reicht!Mittwoch, 3. November 2010Manchmal. Ja, manchmal reicht es einfach. Zu Hause:
An der Arbeit:
Wenn ich nicht meinen Rest-Urlaub mit ins nächste Jahr nehmen wollen würde, dann würde ich mich ab Mitte November einfach für drei Wochen verabschieden, mich in meinem Schlafzimmer einschließen und dann könnte mich die Welt man ganz gepflegt ... HP Insight Remote Support Software, oder: Moderne FolterDienstag, 28. September 2010Normalerweise schreibe ich ja aus diversen Gründen eher selten über arbeitsbezogene Dinge, aber heute muss es einfach sein: Ich hatte heute das zweifelhafte Vergnügen, die HP Insight Remote Support Software installieren zu müssen, um für bestimmte Komponenten das Reporting und Management realisieren zu können. Ich sehe zu erst einmal großzügig darüber hinweg, dass die vorherige Lösung des Herstellers ein knapp 600 KByte großes Programm war, welches Log-Files und anderes nach Hause schickte (jajaja, keine Diskussion darüber jetzt) und die neue Software von HP mal eben sportliche 500 MByte auf die Waage bringt. Immerhin ist der HP-Kram ja ein ganzes Framework zum Verwalten von allem, was es so im Server-Umfeld zu verwalten gäbe. Und bringt daher bei der Installation erst einmal knapp 15 Einzel-Komponenten auf dem Host-Server unter. Dann sehe ich weiterhin großzügig darüber hinweg, dass die Installations-Routine aussieht, wie aus 5 Produkten zusammengeschustert und vom Design her den Anfangstagen von Windows 95 entsprungen zu sein scheint und nebenbei noch lustig DOS-Box-Text-Fenster aufploppen, in denen Batch-Dateien gestartet werden, um dieses und jenes zu erledigen. Ist halt Enterprise-Software, da muss man so etwas wohl erwarten. Aber dass das dann nach erfolgreicher Installation das Webinterface zur initialen Konfiguration dann so träge wie eine Wanderdüne ist (auf einem 8-Kern Rechner mit 16GB RAM!), dass erstaunt dann um so mehr. Ich dachte erst, es wäre defekt, lediglich mit Wireshark habe ich dann noch Aktivität beim Ansprechen der einzelnen Systeme gesehen und mich in Geduld geübt. Die Krönung ist dann aber das produktive Web-Interface (nennt sich WEBES). Argh!, meine Augen! Nicht nur, dass es sich optisch dramatisch vom initialen Konfig-Interface unterscheidet (das sah ja noch halbwegs gefällig aus), nein, es sieht wirklich aus wie zu Win3.11-Zeiten. Grau-en-haft. Noch dazu gibt es keinerlei Authorisation oder Authentifikation (zumindest habe ich keine bemerkt). Wenn ich den Session-Name eines Users erraten kann, dann kann ich einfach seine Ansicht auf die Dienste übernehmen und benutzen. Aber so viel Aufwand brauche ich auch gar nicht treiben, ich geben einfach einen eigenen, frei wählbaren Session-Name an und habe direkt meine eigenen Ansicht und kann nach Lust und Laune konfigurieren. Ich hoffe ja, dass ich einfach zu doof war und einen versteckten Button mit der Aufschrift "Windows-Anmeldung verwenden" oder so übersehen habe. Und am Ende tat es dann nicht einmal das, was es machen sollte, also das Geraffel wieder deinstalliert. Morgen dann ein neuer Versuch auf einem sauberen virtuellen System. Da kann ich wenigstens Snapshots machen, um einfacher wieder auf "Los!" gehen zu können. Man spricht ... deutsch?Mittwoch, 4. August 2010Aus dem Radio: "Bei MyZeil ist jetzt Summer Sale in über 100 Stores." WTF? Hallo? Als Beschäftigter im IT-Umfeld bin ich ja Denglisch gewohnt, oftmals haben meine Sätze selbst einen Fremdwörter-Gehalt von 50%, aber dies sind eben Fachwörter, die in der Übersetzung einfach nur komisch klingen oder für das Gegenüber unverständlich werden. Aber muss man auf Biegen und Brechen "Hip" und "Cool" und "Fresh" daher kommen? Ich bin wahrlich kein Verfechter der Reinheit der Deutschen Sprache, aber so eine Vergewaltigung, wie man sie teilweise in der Werbung mitbekommt, erzeugt bei mir körperliche Schmerzen, vor allem wenn die Verenglischung so künstlich und erzwungen daherkommt. *Knirsch*Mittwoch, 19. Mai 2010Darnit! Da fährt man fast 14 Jahre unfallfrei, davon 3 Jahre in Vehikeln der Eltern, 3 Jahre in einer eigenen Schrottmühle, fast 8 Jahre in einem Neuwagen-Notkauf, den man am Ende auch nur loswerden will und nie passiert irgendetwas. Und dann kauft man sich vom eigenen Geld endlich einen neuen Wagen, fährt diesen gerade Mal exakt 3 Monate und dann ... dann mißachtet so eine tagträumende Jungfahrerin (war immerhin attraktiv anzusehen [ja, nennt mich Macho]) die Vorfahrt, fährt ohne weiter nachzusehen in eine Hauptstraße ein und schießt mich dabei schwungvoll ab. Gnaaargh! Glücklicherweise gab es keine sonstigen Schäden außer verbeultem Blech. Immerhin kann ich sagen: Ihr Kotflügel war verbeulter als meiner, aber was weiß man schon, was unter dem Blech noch alles kaputt ist. Dies muss morgen die Werkstatt klären. Und dann ist sie noch bei der Macif, einer französischen Gesellschaft versicht, die von der HUK Coburg in Deutschland vertreten wird. Ich ahne, dass dies heiter werden könnte. Wenigstens war die Dame an der Hotline der HUK freundlich und kompetent bei der Aufnahme des Schadens. Für eine sauberes und sicheres Internet in Europa...Samstag, 24. April 2010Ansehen, nachdenken, handeln: http://www.youtube.com/watch?v=RkmcupFx3FQ Und auch die anderen Videos von Alexander Lehmann sind sehenswert: Rette deine Freiheit: http://www.youtube.com/watch?v=OwrMroEiHj0 Du bist Terrorist: http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ Und, ja, die Videos "Rette deine Freiheit" und "Cleanternet" sind inhaltlich recht ähnlich. Was aber daran liegt, dass die Argumente auf europäischer Ebene wieder exakt die gleichen wie bei der deutschen Websperren-Diskussion sind. Und wieder gibt es für die Zahlen und angeblichen Fakten der Befürworter keine Belege. Also: Zurück auf Los, Diskussion und Überzeugungsarbeit wieder von Vorne beginnen. Willkommen im 21. JahrhundertFreitag, 23. April 2010Ich kann es nicht länger leugnen: Ich bin ein Late Adopter. Ja, ich weiss, ich schäme mich. Worum es geht: Um UTF-8. Bis gestern konnte ich noch friedlich und glückselig in meiner 8bittigen Welt leben, was schert mich neumodischer Kram. Ein Zeichen ist ein Zeichen ist ein Zeichen, basta. OK, zugegeben, es war mit der Zeit immer schwerer, dem Drängen der Systeme nach UTF-8 gegen zu steuern, aber machbar war es immer noch. Und dazu kommt, dass nicht immer alles so sauber funktionierte. Bei meinem ersten Versuch, auf UTF-8 umzustellen (irgendwann 2003), war weder die bash, noch die VGA-Konsole von Linux sowie viele andere Programme nicht darauf vorbereitet, was dann zu komischen und merkwürdigen Problemen führte. Also habe ich es bleiben gelassen und mich mit ISO-8859-15 zufrieden gegeben. Aber dann kommt gestern nach Debian Sid ein neuer GDM (2.30), und plötzlich dringt der "Feind" UTF-8 weiter in mein Legacy-Territorium vor. Und läßt sich auch nicht mehr so einfach vertreiben. Also denke ich mir: Warum nicht, versuche es doch einmal neu. Zügig LANG nach de_DE.utf8 geändert und: Krude Zeichen im Terminal. Grund: rxvt kann kein Unicode, es muss das urxvt sein. Und, oh Wunder, es funktioniert auf Anhieb. Umlaute werden korrekt dargestellt, lassen sich auch korrekt löschen (Das ist nicht selbstverständlich. DamalsTM wurde zwar ein 'ä' korrekt dargestellt, wenn man dieses aber mit der Rücktaste löschte, konnte man noch ein weiteres dargestelltes Zeichen löschen, dann intern war das 'ä' ja ein UTF-8-Zeichen, bestehens aus zwei Bytes.) und auch Programme wie mc können korrekt ihre ASCII-Art-Rahmen der Textoberfläche zeichnen. Ein paar Probleme gab es dann aber doch noch: Die Konfiguration meines Newsreaders tin beinhaltete einige Umlaute, die mit einer UTF-8 locale nicht korrekt geparst werden konnten, aber recode hilft hier schnell und sicher. Alles in allem hat mich die Umstellung auf 4 Systemen dann nur eine knappe Stunde gekostet und dafür bin ich auch wieder kompatibel mit den Ubuntu-Systemen meiner Kollegen, was sich vor allem in brauchbar lesbaren Einträgen im Commit-Log des internen SVNs äußert. Willkommen in der Gegenwart, Sven!
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