Wann immer ein Politker von "Herzensangelegenheit" oder einem "persönlichen Anliegen" spricht, dann kann man davon ausgehen, das dieser Politiker nie im Leben von diesem Standpunkt abweichen wird, egal ob seine Ansichten bzw. die Fakten, auf denen diese Ansichten beruhen, bereits lange widerlegt worden sind.
So z.B. auch Günther Beckstein, zu lesen im ZEIT-Zünder zum Thema "Killerspiele und deren Totalverbot":
Das war mir ein ganz persönliches Anliegen. Ich habe mir von meinen
Mitarbeitern Spiele zeigen lassen, bei denen Menschen geschlachtet
werden wie Tiere. Bei denen man mit Handgranaten auf Leute wirft und
dann beobachten kann, wie diese Menschen in scheußlichster Weise
verletzt werden. Dass solche Killerspiele die Hemmschwelle gegen Gewalt
herabsetzen, ist für mich eindeutig, auch wenn wissenschaftliche Belege
hierfür noch umstritten sind.
Damit ist für mich klar, das es unmöglich sein wird, hier eine Veränderung der Ansichten herbeizuführen.
Allerdings muss ich auch zugeben, das meine Meinung über Herrn Beckstein durch solche Aussagen nur noch gefestigt wird und diese auch schwerlich eine Änderung erfahren wird.