Ohne DungeonMittwoch, 28. September 2005Seit dem letzten Photo hat sich Einiges auf dem Nachbargrundstück getan, innerhalb von 5 Tagen ist der Hausanschluss gelegt, der Abwasserkanal installiert und das Fundament begonnen worden: Wie man sieht, scheint der Bauherr auf einen Keller komplett zu verzichten. Ich frage mich nur, ob das nicht ein Fehler war, der später dann bereut wird. So haben meine Eltern damals aus diversen Gründen nur mit einem Halbkeller gebaut und diese Entscheidung dann recht bald als Fehler eingesehen. Nur ändern konnte man dann natürlich nichts mehr. Selbstmord im DunkelnDienstag, 27. September 2005Nein, nicht ich. Nein, auch niemand anderes, den ich kenne. Aber fast der lebensmüde Fahrradfahrer, den ich gerade beinahe und um ein Haar platt gebügelt hätte. Wie kann man nur nachts, ohne Licht, ohne Reflektoren, mit dunkler Kleidung auf dem derzeit unbeleuchteten Teilstück einer Straße so hinter einem angeschossen kommen, das man als Autofaher beim Abbiegen nach rechts keine Chance hat, den Fahrradfahrer zu erkennen? Ich habe vor dem Abbiegen zwei Mal nach Rechts geschaut und niemanden gesehen, erst als ich schon halb in die Seitenstraße abgebogen war, hörte ich plötzlich die Bremsen quietschen und ein lautes Fluchen von der Seite. Glücklicherweise für ihn, mich und mein Auto konnte er vor dem Kontakt mit meinem Kotflügel bremsen. Also ehrlich, liebe Fahrradfahrer: wenn ihr im Dunkeln im Stealth-Modus und rasanter Geschwindigkeit unterwegs seid, dann wundert euch bitte nicht, wenn ihr übersehen werdet, vor allem dann nicht, wenn ihr statt auf der Straße regelwidrig auf dem Bürgersteig unterwegs seid. Pech gehabtFreitag, 23. September 2005Tja, leider hat sich meine Hoffnung nicht erfüllt und die Bebauung des Nachbargrundstückes beginnt vermutlich sehr bald. So wurde gestern die Baugrube abgesteckt und heute materialisierte sich ein Dixie-Klo, woraus ich schließe, das es nächste Woche mit dem Aushub losgehen dürfte. Naja, ich wollte ohnehin mal wieder früher als 10:00 Uhr an der FH zur Arbeit sein, also kann ich dann auch gleich wachbleiben, wenn mich der Baulärm aus dem Bett wirft. Einfach vermessen!Dienstag, 20. September 2005Ja, ich gebe es zu, meine Wortspiele waren irgendwann auch schon einmal besser. Aber es passt einfach zu dem Anblick, der sich mir gestern Morgen bot, als ich von meinem Balkon auf da unbebaute Nachbargrundstück in östlicher Richtung blickte:
Also verfolgt mich mein alter Fluch auch in der neuen Wohnung: Kaum bin ich eingezogen, beginnt in unmittelbarer Nähe irgendeine Bautätigkeit, meist mit dem Ziel, mich von meinem Ausblick abzuschneiden. Das war in der alten Wohnung schon so und scheint sich hier jetzt zu wiederholen. Nunja, immerhin kann man mir dank der Dachgeschosswohnung nicht komplett den Blick verstellen, denn so hoch darf hier in der Gegend gar nicht gebaut werden. Warum die Leute aber das etwas komisch geschnittene Halbrundeckgrundstück anstelle eines der weiter östlich liegenden (und angeblich nur unwesentlich teureren) Grundstücke, welche dann wenigstens eine rechteckige Form gehabt hätte, gewählt haben, erschließt sich mir aber nicht so ganz. Aufgrund des schon recht fortgeschrittenen Jahres hoffe ich aber, das derzeit nur die Bemaßung erfolgt sowie eine Baugenehmigung beantragt wird, damit ich wenigstens noch diesen Winter einen netten Blick aus den Fenstern genießen kann. SpätsommerstimmungSonntag, 18. September 2005Die Tage werden kürzer, die von der Sonne auf die Landschaft gemalten Farben wärmer und weicher. Oh süße Wehmut, der Winter ist schon nah. Security by ObscuritySamstag, 17. September 2005Wenn ich von den Plänen des Bundesumweltministeriums lese, welches in Zukunft Atomkraftwerke durch gezielte Störungen des GPS-Signales vor Anschlägen nach dem Muster des 11. September "sichern" will, so kann ich einfach nur laut schreiend weglaufen. Eigentlich wollte man die AKWs durch Vernebelung absichern, denn was der Terrorist nicht sehen kann, kann er auch nicht angreifen. Aber man könne ja einfach via GPS und Navigations-System "zielen", also kam man auf die glorreiche Idee, einfach das GPS rund um die Gefahrenpunkte zu stören und somit die Navigationssysteme der Flugzeuge zu verwirren. Die Schwachsinnigkeit beider Lösungen ist nicht zu überbieten, entsprechend betitelt Heise.de das ganze dann auch als Schildbürgerstreich. Aber es ist ja Wahlk(r)ampf und Sommertheater noch dazu, was will man also erwarten, als weitere komplett Weltfremde Lösungen für Probleme, die sich so gar nicht lösen lassen, bzw. wo in blindem Aktionismus mehr Schaden angerichtet wird als es sich die (Un)Verantwortlichen zuerst ausmalen können. Rote LauneFreitag, 16. September 2005Der Drucker will nicht? Regen plattert auf die Dachfenster? Der Abwasch stabelt sich in der Spüle? Und keine Lust? Das muss nicht sein: Mein liebster Launemacher. (Und nein, ich bin kein verkappter Alkoholiker, aber ab und zu ist einmal etwas Geschmack im Leben notwendig.) Korrigiertes flow-tools Debian-PaketMittwoch, 14. September 2005Nachdem ich einen guten Tag damit zugebracht habe, darüber zu grübeln, warum flowscan nicht mit den von flow-capture erzeugten Daten spielen mochte:
habe ich Bug #327367 eingereicht, nur um festzustellen, das der Maintainer zwei gleichwertige Bugreports (#163227 und #239744) einfach mit der Bemerkung, das diese alten Bugs nicht mehr zutreffen wären, geschlossen hat. Nachdem er nun schon mehr als 2,5 Jahre auf einem einfachen Bug sitzt und nichts getan hat, obwohl sogar ein Patch vorliegt, veröffentliche ich meine gefixten Pakete hier auf meiner Webseite. Derzeit gibt es nur Pakete für Sarge-i386, da sich amd64 derzeit noch etwas ziert; dort muss ich erst dafür sorgen, das -fPIC benutzt wird, während libft.a erstellt wird. Die Pakete finden sich im Downloadbereich, Kommentare sind natürlich ausdrücklich erwünscht. Ich hoffe, das die Versionierung mit der Tilde so korrekt ist, da ich unbedingt verhindern wollte, das mein Paket ein Update über die offiziellen Kanäle behindert. Die Pakete wurden mittels pbuilder in einer sauberen Build-Umgebung erstellt und sollten daher frei von unerwünschten Abhängigkeiten sein. Update: Jetzt gibt es auch Pakete für Sarge-amd64. Ich habe dafür in lib/Makefile.in ein -fPIC an die AM_CFLAGS angefügt, weil mir das als die sinnvollste Stelle erschien. Man möge mich aber bitte korroigieren, wenn ich falsch liegen sollte (wahrscheinlich). Aber am Endergebnis ändert ein Fehler an dieser Stelle nichts, solange die Library mit -fPIC kompiliert wurde, funktioniert alles so, wie es soll. Update2: Mittlerweile hat der Maintainer reagiert und den Bug wirklich behoben. Bis die gefixten Pakete auch im nächsten Point-Release von Sarge auftauchen, stelle ich meine Versionen weiterhin zur Verfügung. .1.3.6.1.4.1.2021.13.16.2.1.2.1Donnerstag, 8. September 200531200 (Ha, mal sehen, wer den Eintrag versteht. BackofenMontag, 5. September 2005Der Tag fing "gut" an - und geht auch gleich "gut" weiter. Ich komme ganz gemütlich an meiner Arbeitsstelle an der FH an und werde von absoluter Hektik seitens meiner Mitarbeiter erfasst. Was war passiert? Die Klimaanlage in einem der Haupt-Serverräume war seit Samstag aus, die Übertemperaturwarnung hat nicht funktioniert und die Temperatur hatte die 50°C-Marke schon weit überschritten und die Kollegen waren schon dabei, die Server herunterzufahren. Das Problem mit der Klimaanlage ist zur Zeit noch nicht ganz klar, aber scheinbar hatte der Regler, der die Ventilatoren der Kondensatoren auf dem Dach steuert ein Problem, so daß keine Kühlung der Flüssigkeit mehr stattfand. Echt super, so stellt man sich den Wochenanfang vor. Schlaflos in HausenMontag, 5. September 2005Was für eine Nacht. Die absolute Hölle. Wie ich am Abend schon befürchtet hatte, konnte sich eine Mücke (weibl.) in mein Schlafzimmer einschleichen und hat mich die Nacht über terrorisiert. Mit dem Ergebnis das zu den bereits bestehenden Einstichen jetzt noch zwei an meinem linken Arm, einer am Hals, zwei auf dem Bauch, einer am rechten Knie und einer am linken Ohrläppchen (!!) dazugekommen sind. Noch dazu habe ich die Hälfte der Nacht damit verbracht, entweder neue Anti-Juckreizsalbe aufzutragen oder aber das vermalmedeite Viech zu erlegen, was mir dann schließlich gegen 6:20 gelungen ist. Extrem schade nur, das mein Wecker dann erbarmungslos um 8:30 aktiv wurde. (Hoffentlich gehen die Nächte nicht so weiter.) BsssssssssssssssssssssssssssssssssssssstSonntag, 4. September 2005Nach dem Dauergezirpe von draussen (das natürlich jeden Abend eine neue Auflage erhält) jetzt der Tieffliegerangriff im Inneren. Dabei habe ich doch extra darauf geachtet, das ich keine Fenster offen habe, wenn ich des Abends das Licht anmache, damit die lästigen Mücken erst gar nicht den Weg in die Wohnung finden. (Ja, ich weiss, die Weibchen werden auch von den menschlichen Pheromonen angelockt.) Am gemeinsten sind ja die Stellen, an denen es mich erwischt hat:
Und da mein Körper recht intensiv auf Mückenstiche reagiert, ist mein kleiner Finger derzeit durch die Schwellung so dick wie der Zeigefinger. Das ist aber gar nichts gegen den Stich am Fuß. Der ist nämlich die reinste Folter, da durch die naturgegebene Hornhaut an der Einstichstelle an der Fußsohle die Soventol-Salbe zur Juckreizminderung nicht wirklich gut aufgenommen werden kann. Aber was kann man machen, damit die Plagegeister nicht erst in die Wohnung kommen? Natürlich kann man alle Fenster und Öffnungen mit Fliegengazen zuzuhängen, aber schön sieht das natürlich nicht aus. Irgendwelche Duftwässerchen vertreiben eher einen selbst denn die Mücken aus dem Raum. Und dann gibt es noch so komische elektronische Geräte, welche angeblich ohne Chemie die Mücken fernhalten sollen, aber ich weiss nicht, was ich davon wirklich halten soll, wurde doch schon mehrfach die Nutzlosigkeit ähnlicher Geräte gegen Mäuse und Maukwürfe bewiesen. Bleibt wohl nur noch, regelmäßig ein Lagerfeuer im Wohnzimmer zu machen, allerdingw weiss ich nicht, ob mein Vermieter diese Idee für so brilliant hält.
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