Willkommen zurück!Sonntag, 30. Oktober 2005
Hallo Winterzeit, willkommen zurück, ich habe dich vermisst.
LandlebenMittwoch, 26. Oktober 2005Eigentlich genieße ich es, nicht direkt in der Stadt zu wohnen, sondern ein klein wenig ausserhalb. Und bisher war das auch nie das größere Problem, zumindest solange, wie ich über einen fahrbaren und motorisierten Untersatz verfügte. Aber wie ich ja schon schrieb, hat mein Auto derzeit ein kleines Problem, und das offenbart mir recht deutlich, dass die Infrastruktur in meiner Gemeinde nicht wirklich optimal ist. Ein kurzes Überschlagen des Fahrplanes sowie der zu laufenden Wegstrecken hat ergeben, das ich ca. 90 Minuten von meiner Wohnung bis zum Arbeitsplatz unterwegs bin, der Rückweg mich dann aber knapp 2 Stunden in Anspruch nehmen würde. Das (und eine kleine Meinungsverschiedenheit mit meinem Magen) haben mich dann dazu bewogen, heute doch einmal einen spontanen Urlaubstag einzulegen, mit der Hoffnung, das der Auspuff zu schweissen ist und nicht kostspielig komplett ersetzt werden muss. Was heißt hier "Urlaub"?Freitag, 7. Oktober 2005Ja, was heißt Urlaub eigentlich? Jeder hat da eine andere Vorstellung von. Für den einen heißt dies brutzeln am Strand, der nächste erkraxelt Berge und wieder andere saufen sich durch die Bars im nächsten Touristenzwinger. Aber für mich bedeutet "Urlaub" erst einmal eines: Machen zu können, was ich will und zwar zu jeder Zeit und aus jedem Grund. Und noch viel wichtiger: Nicht machen zu müssen, was ich nicht will, ganz in Anlehnung des bekannten Satzes zur Definition von Freiheit. Und was heißt das jetzt? Es heißt vor allem, das mein Urlaubsgeschmack und -stil absolut inkompatibel mit größeren Gruppen oder festgeplanten Reisen ist. Wenn ich im Urlaub bin, was vor allem eine geistige Einstellung und nicht zwingend eine Veränderung des Aufenthaltsortes ist, dann handele ich vor allem so, daß ich mich wohl dabei fühle. Das kann dann auch dazu führen, das ich "zum Urlauben" arbeiten gehe, allerdings dann in einem anderen Umfeld, als ich sonst um mich habe. Und wenn mir das nach zwei oder drei Tagen nicht mehr gefällt, dann mache ich eben etwas anderes. Oder das ich für 3 Tage den "Gang nach Canossa" (nein, das hat mit Religion nichts zu tun) antrete. Oder mache einfach irgendwelche anderen Ding, auf die ich gerade Bock habe. Das führt natürlich zu folgendem Problem: Ich bin nicht der Typ für einen 2-wöchigen Urlaub in $sonstwo, weil dies eben wieder Einschränkungen mit sich bringt, auf die ich im Urlaub eigentlich verzichten will. Man kann ja schließlich kaum nach wenigen Tagen wieder abreisen, weil man jetzt Lust auf etwas anderes hat (es sei denn, man zuviel Geld, dann geht das natürlich). Und noch schwerer wird dies alles, wenn man nicht alleine unterwegs ist. Natürlich heißt dies nicht, das ein z.B. Trip mit Freunden für mich die Hölle auf Erden darstellt, mitnichten! Allerdings machen es die dabei nötigen Koordinationen schwerer für mich, das Urlaubsgefühl aufkommen zu lassen. Eine mehr als willkommene Abwechslung zum täglichen Einerlei ist soetwas auf jedenfall, nur richtig "urlauben", im Sinne von absolut frei von allem sein, dass kann ich (derzeit) nur allein bzw. mit wenigen, sehr speziellen Personen. ZwielichtMontag, 3. Oktober 2005Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und rund herum beginnt es langsam bunter, aber auch eintöniger und grauer zu werden. Und ich muss sagen: Ich freue mich jedes Jahr auf den Herbst und dann danach den Winter. Und letzteres keineswegs, weil ich der begnadete Wintersportler bin, zu mehr als sich todesmutig mit dem Schlitten den Berg hinter zu stürzen hat es nie gereicht. Und ganz ehrlich: mehr will ich auch gar nicht. Warum? Weil ich die Sonne verabscheue? Weil ich gerne im dunkeln in meiner Wohnung hocke? Nein, selbst wenn ich letzteres durchaus als nett empfinde, vor allem in Kombination mit einem warmen Getränk in der Hand, Kerzen, etc. Und auch im Winter kann man sehr sonnendurchflutete Momente haben. Und ich muss sagen: An einem kalten klaren Wintertag hat die Sonne noch viel mehr Reiz, ist noch viel intensiver und ich kann sie dann auch besser genießen, sowohl physisch als auch psychisch. Der Herbst dagegen ist mit seinen warmen Farben, die langsam in Verfall übergehen aber immernoch meine liebste Jahreszeit, am meisten der Mittel- und Spätherbst, wenn sich eine sanfte melancholische Stimmung über die Landschaft legt. (Manche nennen es "Winterdepression" und kaufen schon einmal Sonnenmilch für den nächsten Sommer auf Vorrat.) Ich mag es, wenn die hektische und teilweise zwanghaft Betriebsamkeit des Frühlings und des Sommers ein wenig vom Herbst gebremst wird, man wieder Zeit für innere und geistige Dinge findet und die Overflächlichkeit der Frühlings- und Sommerzeit im wahrsten Sinne des Wortes zugedeckt wird. Und natürlich kommen die niedrigeren Temperaturen mir, der alles über 25°C als unangenehm empfindet, sehr zu pass. Die Herbst- und Wintermonate sind meine produktivsten, war meinen Job und andere Aktivitäten angeht. Natürlich würde auch ich ohne ab und zu einen Lichtstrahl mit der Zeit depressiv werden, aber der Herbst und Winter haben den Vorteil, das man angenehmes Licht genießen kann, ohne dabei gleich lebendig geröstet zu werden. Und auf all dies freue ich mich. Jedes Jahr auf's Neue.
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