Zusätzlich zu den Antibiotika hat mir mein Arzt auch ein Medikament gegen den unproduktiven Hustenreiz verschrieben. Und das ist besonders interessant:
Zuerst einmal ist der wirksame Bestandteil Dihydrocodeinthiocyanat, ein Salz des Codeins, das selbst ein Opiat und ein Methylether des Morphins ist.
Ich kenne diesen Wirkstoff von einer früheren Behandlung gegen Reizhusten und die Wirkung ist auch entsprechend: Man wird etwas benommen, fühlt sich dabei aber wohlig und gut.
Allerdings gibt es aufgrund dieser Wirkungen auch ein gewisses Risiko bezüglich einer möglichen psychischen Abhängigkeit, die bei übermäßigem Gebrauch auftreten kann.
"Nett" sind auch die sonstigen Nebenwirkungen:
- sehr häufig: Übelkeit (bis zum Erbrechen), Verstopfung und Magen-Darm-Beschwerden.
- häufig: leichte Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Benommenheit
- gelegentlich: Beeinträchtigung der Atmung, Atemdepression
Wobei "sehr häufig" hier als "mehr als 1 von 10 Behandelten" definiert ist.
Und aus der früheren Behandlung gegen Reizhusten mit diesem Wirkstoff weiss ich, das vor allem die Magen-Probleme bei mir definitiv zutreffen. Und da der Reizhusten bei mir nicht so stark ausgeprägt ist, dass er einer so starken medikamentösen Behandlung bedarf, habe ich dieses Medikament (in Absprache mit meinem Arzt natürlich) nicht eingenommen, sondern mir eine Packung normale Hustendrops (Isla Moos und Isla Cassis, kann ich nur empfehlen) besorgt, die die gleiche Wirkung auf weniger schädliche Weise haben.