Das alle Jahre bei einem Auto ein Ölwechsel fällig ist, dürfte der überwiegenden Mehrheit ja bekannt sein.
Aber das auch bei PCs ab und zu ein Erneuern der Wärmeleitpaste zwischen CPU und Kühlkörper sinnvoll ist, dürfte neu sein.
Aber genau das habe ich heute gemacht, denn nachdem die CPU (AMD64 3200+) bei knapp 68°C im Leerlauf und bis zu 82°C unter Vollast vor sich hin brutzelte und mein BIOS mir akustisch zu verstehen gab, dass es das so nicht gutheissen kann, musste ich aktiv werden.
Da der Kühler (ein leiser von Arctic Cooling, aber keiner der meiner-ist-größer-als-deiner Varianten) früher die CPU nie wärmer als ca. 55°C unter Last hat werden lassen, musste sich etwas verändert haben.
Den Staub hatte ich immer mal wieder entfernt und so warm wurde der Kühler auch gar nicht. Daraus schloss ich, das irgendwie die Abwärme der CPU nicht korrekt bzw. vollständig auf den Kühlkörper übergeht.
Also habe ich ihn abmontiert und die alte und mittlerwiele ausgehärtete Wärmeleitpaste entfernt (geht sehr gut mit einer alten Konto-Karte) und neue dünn aufgetragen (ebenfalls mit der altem Konto-Karte).
Und siehe da: nach dem Wiederaufsetzen war wieder der alte Zustand erreicht, knapp 38°C im Leerlauf, 55°C unter Last.
Also Leute, es muss nicht immer gleich ein 80€-600g-Kühler aus gefrästem Kupferblock sein, ein einfacher Alu-Kühler für 15€ mit geregeltem großem Lüfter reicht auch, um die 90W der CPU abzuführen.