Der Feldzug der Internet- und eMail-Ausdrucker in der Politik, gegen alles, was neu ist und nicht von ihnen verstanden wird, ist ja altbekannt und tritt gerade im Zuge von solch Greueltaten wie in Winnenden immer wieder deutlich zu Tage:
Jugendlicher Täter -> Computer -> Spiele/Internet -> Gewalt -> Amoklauf -> Alles verbieten!!!111elf
Das bisher noch keine Studie einen wie-auch-immer gearteten Zusammenhang zwischen Computerspielen und höherer Gewaltbereitschaft gezeigt hat, wird dabei natürlich immer geflissentlich ignoriert. Es wäre ja auch der eigenen Agenda abträglich.
Um so erfreulicher finde ich, wenn es auch Medienforscher gibt, die exakt diesen Punkt noch einmal deutlich herausstellen: Computerspiele sind nicht für Gewalt verantwortlich
Ich finde es wichtig, dass dieser Punkt immer wieder angesprochen wird, gerade von Personen von ausserhalb der Szene. Denn wenn z.B. der Sprecher der ESL (E-Sports League) diese Meinung vertritt, dann wird dies von der breiten Masse eher so aufgenommen "Natürlich widerspricht er der Aussage, schließlich gehört er doch zu den Killerspielern!"
Nur leider sind solche besonnen Worte eher selten in der heutigen Zeit, wo Politiker eher darauf erpricht sind, ihren eigenen Kreuzzug mit allen Mitteln voran zu treiben und dabei keine Gelegenheit auslassen, Geschehnisse für ihre eigenen Zwecke umzudeuten und zu mißbrauchen.