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HP Insight Remote Support Software, oder: Moderne Folter

Normalerweise schreibe ich ja aus diversen Gründen eher selten über arbeitsbezogene Dinge, aber heute muss es einfach sein:

Ich hatte heute das zweifelhafte Vergnügen, die HP Insight Remote Support Software installieren zu müssen, um für bestimmte Komponenten das Reporting und Management realisieren zu können.

Ich sehe zu erst einmal großzügig darüber hinweg, dass die vorherige Lösung des Herstellers ein knapp 600 KByte großes Programm war, welches Log-Files und anderes nach Hause schickte (jajaja, keine Diskussion darüber jetzt) und die neue Software von HP mal eben sportliche 500 MByte auf die Waage bringt. Immerhin ist der HP-Kram ja ein ganzes Framework zum Verwalten von allem, was es so im Server-Umfeld zu verwalten gäbe. Und bringt daher bei der Installation erst einmal knapp 15 Einzel-Komponenten auf dem Host-Server unter.

Dann sehe ich weiterhin großzügig darüber hinweg, dass die Installations-Routine aussieht, wie aus 5 Produkten zusammengeschustert und vom Design her den Anfangstagen von Windows 95 entsprungen zu sein scheint und nebenbei noch lustig DOS-Box-Text-Fenster aufploppen, in denen Batch-Dateien gestartet werden, um dieses und jenes zu erledigen.

Ist halt Enterprise-Software, da muss man so etwas wohl erwarten.

Aber dass das dann nach erfolgreicher Installation das Webinterface zur initialen Konfiguration dann so träge wie eine Wanderdüne ist (auf einem 8-Kern Rechner mit 16GB RAM!), dass erstaunt dann um so mehr. Ich dachte erst, es wäre defekt, lediglich mit Wireshark habe ich dann noch Aktivität beim Ansprechen der einzelnen Systeme gesehen und mich in Geduld geübt.

Die Krönung ist dann aber das produktive Web-Interface (nennt sich WEBES).

Argh!, meine Augen! Nicht nur, dass es sich optisch dramatisch vom initialen Konfig-Interface unterscheidet (das sah ja noch halbwegs gefällig aus), nein, es sieht wirklich aus wie zu Win3.11-Zeiten. Grau-en-haft.

Noch dazu gibt es keinerlei Authorisation oder Authentifikation (zumindest habe ich keine bemerkt). Wenn ich den Session-Name eines Users erraten kann, dann kann ich einfach seine Ansicht auf die Dienste übernehmen und benutzen.

Aber so viel Aufwand brauche ich auch gar nicht treiben, ich geben einfach einen eigenen, frei wählbaren Session-Name an und habe direkt meine eigenen Ansicht und kann nach Lust und Laune konfigurieren.

Ich hoffe ja, dass ich einfach zu doof war und einen versteckten Button mit der Aufschrift "Windows-Anmeldung verwenden" oder so übersehen habe.

Und am Ende tat es dann nicht einmal das, was es machen sollte, also das Geraffel wieder deinstalliert. Morgen dann ein neuer Versuch auf einem sauberen virtuellen System. Da kann ich wenigstens Snapshots machen, um einfacher wieder auf "Los!" gehen zu können.

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