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Willkommen im 21. Jahrhundert

Ich kann es nicht länger leugnen: Ich bin ein Late Adopter. Ja, ich weiss, ich schäme mich.

Worum es geht: Um UTF-8.

Bis gestern konnte ich noch friedlich und glückselig in meiner 8bittigen Welt leben, was schert mich neumodischer Kram. Ein Zeichen ist ein Zeichen ist ein Zeichen, basta.

OK, zugegeben, es war mit der Zeit immer schwerer, dem Drängen der Systeme nach UTF-8 gegen zu steuern, aber machbar war es immer noch. Und dazu kommt, dass nicht immer alles so sauber funktionierte.

Bei meinem ersten Versuch, auf UTF-8 umzustellen (irgendwann 2003), war weder die bash, noch die VGA-Konsole von Linux sowie viele andere Programme nicht darauf vorbereitet, was dann zu komischen und merkwürdigen Problemen führte. Also habe ich es bleiben gelassen und mich mit ISO-8859-15 zufrieden gegeben.

Aber dann kommt gestern nach Debian Sid ein neuer GDM (2.30), und plötzlich dringt der "Feind" UTF-8 weiter in mein Legacy-Territorium vor. Und läßt sich auch nicht mehr so einfach vertreiben.

Also denke ich mir: Warum nicht, versuche es doch einmal neu.

Zügig LANG nach de_DE.utf8 geändert und: Krude Zeichen im Terminal. Grund: rxvt kann kein Unicode, es muss das urxvt sein.

Und, oh Wunder, es funktioniert auf Anhieb. Umlaute werden korrekt dargestellt, lassen sich auch korrekt löschen (Das ist nicht selbstverständlich. DamalsTM wurde zwar ein 'ä' korrekt dargestellt, wenn man dieses aber mit der Rücktaste löschte, konnte man noch ein weiteres dargestelltes Zeichen löschen, dann intern war das 'ä' ja ein UTF-8-Zeichen, bestehens aus zwei Bytes.) und auch Programme wie mc können korrekt ihre ASCII-Art-Rahmen der Textoberfläche zeichnen.

Ein paar Probleme gab es dann aber doch noch: Die Konfiguration meines Newsreaders tin beinhaltete einige Umlaute, die mit einer UTF-8 locale nicht korrekt geparst werden konnten, aber recode hilft hier schnell und sicher.

Alles in allem hat mich die Umstellung auf 4 Systemen dann nur eine knappe Stunde gekostet und dafür bin ich auch wieder kompatibel mit den Ubuntu-Systemen meiner Kollegen, was sich vor allem in brauchbar lesbaren Einträgen im Commit-Log des internen SVNs äußert.

Willkommen in der Gegenwart, Sven!

IPv6, die Nächste

Heute hat mein Hoster Strato offiziell die Beta-Phase für IPv6 beendet und den Dienst offiziell in den Betrieb übernommen.

Und endlich gibt es damit dann auch die Möglichkeit, die Reverse-Zonen an einen eigenen Nameserver zu deligieren oder aber den im Strato-Admin-Frontend integrierten DNS-Editor zu verwenden.

Spielkind, wie ich bin, habe ich letzteres (zunächst noch, bis ich jemanden finde, mit dem ich DNS-Secondaries "tauschen" kann) habe ich dann auch gleich erledigt, damit ich auf dem Server den kompletten IPv6-Support aktivieren kann, vor allem für ausgehende Mails.

Dies musste ich nach kurzer Testphase im Februar zunächst wieder abschalten, da z.B. Freenet ein wenig zickig war und Verbindungen ohne korrekten IPv6-PTR gleich ablehnte.

Aber jetzt funktioniert alles bestens, wenngleich die Strato-DNS selbst noch nicht via IPv6 zu erreichen sind. Ich hoffe, dass die fleissigen Admins hier bald nachlegen. (Oder ich sowohl Vorwärts- sowie Rückwärts-Auflösung selbst in eigene Hände nehme.) Dann kann ich nämlich mit der IPv6-Certification von Hurricane Electric weiter machen.


Bye-Bye Ubisoft!

Tja, so schnell kann man sich alles verscherzen.

Eigentlich hatte ich mich auf das neue "Siedler 7" gefreut und ich hätte es auch gekauft.

Ja, "hätte", denn Ubisoft hat mit ihrem tollen neuen Online-Kopierschutz voll ins Klo gegriffen.

Für uninformierte: Dieser Kopierschutz hält eine dauerhafte Verbindung zu einem Server von Ubisoft über das Internet offen. Selbst für ein Solo-Spiel wie "Die Siedler" oder "Assassin's Creed". Ist jetzt die Verbindung weg, z.B. weil der eigene Provider ein Problem hat oder weil die Server bei Ubisoft herumzicken oder weil irgendwo auf dem Weg vom eigenen PC zu den Ubisoft-Servern irgendetwas schief läuft, so wirf einen das Spiel aus dem aktuellen Geschehen.

Oder man kann erst gar nicht spielen, wie es z.B. über Ostern für mehrere Tage der Fall war, weil die Server von Ubisoft angeblich von einer DDoS-Attacke lahmgelegt wurden.

Da kommt man sich als Kunde dann natürlich maximal veralbert vor, wenn man 50 bis 70€ für ein Spiel ausgegeben hat, was man dann nicht spielen darf, wenn man will.

Oder das einem alle Stunde aus dem Geschehen wirft, weil die eigene Internet-Anbindung nicht zuverlässig ist.

Oder mal eben im Zug zocken: Njet, ohne stabiles Internet keine Chance.

Und was passiert, wenn in 3 Jahren Ubisoft keinen Bock mehr auf den Online-Service hat? Oder Pleite geht? (Das geht heutzutage ja schneller, als man so meint.) Dann ist endgültig Game-Over, es sei denn, es wird noch schnell ein Offline-Patch nachgeschoben. Die Erfahrung zeigt aber, dass letzteres im Insolvenz-Fall eher selten erfolgt.

Das weckt doch gewisse Erinnerungen an DRM-verseuchte Musik, bei der der Anbieter auch plötzlich meinte, die Server abschalten zu müssen, um dann den zu Recht erbosten Ex-Kunden den "tollen" Ratschlag zu geben, diese mögen die gekaufte (eigentlich ja geleaste) Musik analog kopieren und dann neu aufnehmen.

Also Ubisoft: Well done! Ihr bekommt auf absehbare Zeit kein Geld mehr von mir.

smokeping mit Sklaven

Notiz an mich selbst:

Der Master von Smokeping braucht die Secrets in der Datei im Format
sklave:passwort
während der Sklave dann nur
passwort
in der Secrets-Datei braucht.

Das herauszufinden hat mich nur 3 Stunden Arbeit sowie die (sich im Nachhinein als unnötig herausstellende) Backportiererei von 5 Pakten von Squeeze nach Lenny gekostet.

IPv6 gestört

Nach einer angekündigten Wartung seitens Strato ist meine IPv6-Anbindung derzeit gestört. Ich weiss natürlich nicht, was genau schief gegangen ist, aber für mich sieht es so aus, wie wenn der derzeit aktive Router kein IPv6 mehr weiterleitet.

Anpingbar ist das über HSRP redundant gemachte Default-GW fe80::1 zwar, aber nicht zu 100%, es treten sporadisch Paketverluste auf.

Außerdem reagiert einer der beiden Router ab und zu, aber nicht immer, auf ein "Neighbor advertisement" mit einem "Administratively prohibited". Das kann nicht gesund sein.

Und auch ein "ip -6 neigh show" zeigt kein stabiles Verhalten, die Default-Route spring häufig zwischen den REACHABLE und DELAY Zuständen hin und her:

fe80::3 dev eth0 lladdr 00:05:dc:54:b8:00 router DELAY
fe80::2 dev eth0 lladdr 00:02:4a:33:f4:00 router DELAY
fe80::1 dev eth0 lladdr 00:05:73:a0:00:01 router REACHABLE

fe80::3 dev eth0 lladdr 00:05:dc:54:b8:00 router REACHABLE
fe80::2 dev eth0 lladdr 00:02:4a:33:f4:00 router DELAY
fe80::1 dev eth0 lladdr 00:05:73:a0:00:01 router REACHABLE

fe80::3 dev eth0 lladdr 00:05:dc:54:b8:00 router DELAY
fe80::2 dev eth0 lladdr 00:02:4a:33:f4:00 router REACHABLE
fe80::1 dev eth0 lladdr 00:05:73:a0:00:01 router DELAY

fe80::3 dev eth0 lladdr 00:05:dc:54:b8:00 router DELAY
fe80::2 dev eth0 lladdr 00:02:4a:33:f4:00 router REACHABLE
fe80::1 dev eth0 lladdr 00:05:73:a0:00:01 router DELAY

fe80::3 dev eth0 lladdr 00:05:dc:54:b8:00 router DELAY
fe80::2 dev eth0 lladdr 00:02:4a:33:f4:00 router DELAY
fe80::1 dev eth0 lladdr 00:05:73:a0:00:01 router DELAY

Auch das sieht nicht wirklich gesund aus. Mal sehen, was der Strato-Support dazu sagt, immerhin ist IPv6 noch in der Beta-Phase. Hoffentlich beheben sie das Problem dennoch zeitnah.

Sysadmin-Lektion Nummer 0xf3

Sysadmin-Lektion von heute: Wenn man will, dass der Nameserver seine Zonen auch nach aussen präsentiert, dann sollte man Port 53 im Paketfilter öffnen, sonst wird die ganze Sache eine eher einsame Aktion.

Morgen lernen wir dann, wie tief man sich bei der Umstellung des lokalen Netzes von einer Domäne auf eine andere in den Fuß schießen kann und ob ich im Verlauf der Aktion meine Admin-Lizenz zurück geben muss.

Stay tuned!

Nun auch via IPv6

Oh ... mein ... Gott!

Ein neuer Eintrag, es ist kaum zu glauben!

Aber Scherz beiseite: Ja, es ist verdächtig ruhig hier geworden. Aber ich hatte nie vor, der Herr unter den Bloggern zu werden, sondern die ganze Sache sollte eher ein nebenbei noch eine brauchbar anzusehende Webseite abwerfen, während die "richtige" Arbeit hinter den Kulissen läuft.

Aber zum eigentlichen Thema: Nachdem ich heute zufällig entdeckte, das Strato mittlerweile nativen IPv6-Support für Root-Server anbietet, konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe das Feature auch gleich aktiviert.

Und weil ich mutig bin, werde ich das auch für den Mail-Server einschalten, man gönnt sich ja sonst nichts.

Sollten also in den nächsten Tagen also merkwürdige Dinge mit Mails an mich passieren, dann könnte es an meinen Experimenten liegen.

In so einem Fall bin ich immer noch über folgende Ausweich-Adresse erreichbar: "sven" auf dem Host "ds9.gnuu.de".

APT Pinning vs Default-Release

Nach einer Stunde hadern, fluchen und verzweifeln bin ich endlich auf den Tricher gekommen, warum zum $deity das apt-pinning bei mir nicht funktionieren wollte:

Wenn man in der apt.conf ein Default-Release definiert hat, würfelt das die Pinning-Logilk durcheinander, weil hier dann für das dort eingestellte Release ein fester Wert von 990 genommen wird, egal, was man in der /etc/apt/preferences einstellt.

Da muss man natürlich erst einmal drauf kommen, weil das so in der Dokumentation nicht erwähnt wird. (Oder ich es schlichtweg ständig überlesen habe.)

Es gibt auch Vernunft

Der Feldzug der Internet- und eMail-Ausdrucker in der Politik, gegen alles, was neu ist und nicht von ihnen verstanden wird, ist ja altbekannt und tritt gerade im Zuge von solch Greueltaten wie in Winnenden immer wieder deutlich zu Tage:

Jugendlicher Täter -> Computer -> Spiele/Internet -> Gewalt -> Amoklauf -> Alles verbieten!!!111elf

Das bisher noch keine Studie einen wie-auch-immer gearteten Zusammenhang zwischen Computerspielen und höherer Gewaltbereitschaft gezeigt hat, wird dabei natürlich immer geflissentlich ignoriert. Es wäre ja auch der eigenen Agenda abträglich.

Um so erfreulicher finde ich, wenn es auch Medienforscher gibt, die exakt diesen Punkt noch einmal deutlich herausstellen: Computerspiele sind nicht für Gewalt verantwortlich

Ich finde es wichtig, dass dieser Punkt immer wieder angesprochen wird, gerade von Personen von ausserhalb der Szene. Denn wenn z.B. der Sprecher der ESL (E-Sports League) diese Meinung vertritt, dann wird dies von der breiten Masse eher so aufgenommen "Natürlich widerspricht er der Aussage, schließlich gehört er doch zu den Killerspielern!"

Nur leider sind solche besonnen Worte eher selten in der heutigen Zeit, wo Politiker eher darauf erpricht sind, ihren eigenen Kreuzzug mit allen Mitteln voran zu treiben und dabei keine Gelegenheit auslassen, Geschehnisse für ihre eigenen Zwecke umzudeuten und zu mißbrauchen.

Morgen-Übelkeit

Frau von der Leyen, die Paladina der modernen Zeit, will weiter Ihrem Kreuzzug zur vollständigen Überwachung der Gesellschaft folgen.

Und wenn ich dann so etwas lese: "Der Kinderschutz sei hierbei aus ihrer Sicht wichtiger als die Freiheit der Kommunikation." (heise.de: Familienministerin beharrt auf ihrem Plan zu Kinderporno-Sperren), dann wird mir extrem schlecht.

Bitte nicht mißverstehen: Ich halte Kinderporno-Produzenten und -Konsumenten für den niedrigsten Abschaum, den unsere Gesellschaft hervorbringt, aber die Ideen von Frau v.d. Leyen schießen weit über das Ziel hinaus bzw. gehen noch nicht einmal in die richtige Richtung.

So eine Meldung wie die von oben ist also prima geeignet, um bei mir heftigsten Brechreiz hervorzurufen.

Abitreffen 2008

Dies ist ein Aufruf in eigener Sache. Alle, die nicht im Jahr 1998 an der Goetheschule in Kassel ihr Abitur gemacht haben, können diese Eintrag überspringen.



Erinnert ihr euch noch an das was sich auf einem tristen Schulhof irgendwo mitten in Deutschland am 08.05.98 zugetragen hat? Da gab es eine gelbe Invasion, die sich geistige Elite nannte und Straßenbahnen zum Beben brachte...was aus diesen Menschen wohl geworden ist?

Wir wollen es heraus finden und zwar genau 10 Jahre und 6 Monate später am 08.11.08 um 18:30 Uhr! Dann wird nämlich das nächste Jahrgangstreffen im Podium (selbe Kneipe wie beim letzten Treffen, Kölnische Str.34) stattfinden.

Wenn viele der gelben T-Shirtträger aus dem Jahr 98 erscheinen, haben wir
wieder die ganze Kneipe die ganze Nacht nur für uns und können uns endlich
wieder sehen!

Es erwartet euch wieder ein kleines Buffet, Getränke à la carte und
hoffentlich viele interessante Lebenswege.

Der ganze Spass kostet euch diesmal 15 Euro pro Person. Die Überweisung des Geldes zählt wie immer als Anmeldung. Trotzdem bitten wir euch um eine kurze Rückmeldung, dass ihr die Einladung erhalten habt. Am besten per eMail an <treffen-orga@goetheschule-abi98.de>

Überweist das Geld bitte bis zum 15.10.2008 auf das Konto, dass ihr via eMail an die obige Adresse erfragen könnt.

Bitte gebt als Verwendungszweck "Abi98" plus eurem damaligen Namen an, damit wir die Zahlung korrekt zuordnen können.

Wir freuen uns schon riesig auf euch und wer nicht kommt ist selber
schuld!

Bis sehr bald
(Ja entschuldigt nochmals die kurzfristige Einladung, aber besser spät als nie...)

euer Orga-Team
Maren, Susi, Björn, Daniel und Sven

Nomade in der eigenen Wohnung

Es fing "harmlos" mit einem kleinen Wasserschaden hinter meiner Spülmaschine an.

Es ging über zu einem 3x3m großen feuchten Fleck an der Aussenseite des Hauses.

Es folgte die Messung der Feuchte in den Wänden meiner Wohnung und in der Decke der Wohnung darunter.

Dies ergab: Küche abbauen, Schlafzimmerschrank abbauen, Teppich dort zurückschlagen, 5 Löcher (50mm Durchmesser) in Küchen- und Schlafzimmerboden bohren und eine Trocknungsmaschine anschließen, die die Feuchtigkeit aus Boden und Wänden treiben soll. 14 Tage lang.

Ergebnis: Habseligkeiten und Klamotten in Kisten und Koffern verstauen und irgendwo in der Rest-Wohnung lagern. 4 Wochen kein Herd, kein Ofen, keine Spüle, keine Arbeitsplatte, kein Schlafzimmerschrank, leben wie die (Business-)Nomaden aus dem Koffer.

Wenigstens die Mikrowelle, die Spülmaschine und der Kühlschrank sind mir soweit geblieben.

Montag kommt die Firma, die die Trocknungs-Geräte aufstellt. Ich bin gespannt.

Gewöhnungsphase

Seit knapp mehr als einem Monat gehöre ich nun zur regulär arbeitenden Bevölkerung. Nach 9 Jahren im Studium und damit meist sehr freier Zeitgestaltung, muss ich mich nun wieder an eine festere Zeiteinteilung (Gleitzeitregelung hin oder her) gewöhnen.

Die schon länger arbeitenden mögen sich jetzt über mich lustig machen oder milde lächeln (vor allem die, die schon seit Jahr und Tag des Nachts um 05:00 Uhr aufstehen müssen), aber bitte erinnert euch selbst an die Zeit, in der dies nicht so wahr. Hattet ihr nicht auch Probleme, den Tag-Nacht-Rhythmus umzustellen?

Ich bin grundsätzlich ein Nachtmensch. Insoweit fällt es mir doppelt schwer, mich morgens aus dem Bett zu bewegen. Die natürliche Trägheit des Körpers und des Geistes sind einfach sehr stark. Umso stärker, wenn man mehrere Jahre lang ohne größere Konsequenzen dieser Trägheit nachgeben konnte.

Diese lange eingeschliffenen Gewohnheiten lassen sich nur schwer in 4 Wochen ausmerzen und so trotte ich immer noch morgens nur halbwegs wach in Richtung Arbeitsplatz.

Aber es zeigt sich schon eine gewisser Gewöhnungseffekt an die neuen Gegebenheiten, jetzt muss ich nur noch verhindern, dass ich über die Wochenende wieder in den alten Trott verfalle.