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Wut und Ohnmacht

Wenn ich die Aussagen der Politiker an der Spitze der Republik so hören, dann überkommt mich eine kalte Wut und gleichzeitig eine lähmende Ohnmacht.

Bei Aussagen vom Bundesinnenminister, die sich nur auf eine Art interpretieren lassen, nämlich dass ihm der Rechtsstaat am Hintern vorbei geht, wenn er seinen Belangen im Weg ist möchte ich am liebsten laut schreien. Dieser Posten sollte eigentlich für die Sicherheit der Menschen im Staat sorgen und nicht proklamieren, man bräuchte die totale Überwachung, ohne würde es nicht mehr funktioneren.

Allein diese Aussage steht im krassen Gegensatz zum Grundgesetz Artikel 20 Absatz 3: "Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden."

Er fühlt sich scheinbar von dieser Bindung bevormundet, der Staat müsse seiner Meinung nach wohl jenseits der Rechtsprechung stehen.

Und was haben wir denn in letzter Zeit so gehabt?

Gesetze werden "grundrechts-schonend" erstellt. Dies heißt übersetzt: "Das Gesetz verletzt zwar die Grundrechte, eine Aufhebung wird aber im Verfassungsgericht keine Mehrheit erhalten."

Oder die Gesetze sind von vornherein krass grundgesetz-verletzend und werden dann vom Verfassungsgericht kassiert. Und wenn man dann die Volksvertreter fragt, die eigentlich schon vorher gegen das Gesetz gewesen sind, was hört man dann? "Fraktionspolitische Gründe" oder "ich war zwar dagegen, aber ich habe dafür gestimmt, weil alle das gemacht haben, wir wussten ja, dass das Gesetz vom Verfassungsgericht kassiert wird".

Echt, bei soetwas kann ich gar nicht fest genug mit der Stirn auf die Tischkante klopfen.

Wird es nicht langsam Zeit, dass mal jemand Artikel 20 GG, inbesondere Absatz 4, umsetzt?

Spielsucht!

Ich springe hiermit offiziell auf das aktuelle Meme im Internet auf. Immerhin wird es der Netz-Gemeinde erspart bleiben, mich in Youtube-Videos zu Minecraft erleben zu müssen.

Ewiges Feuer

Automatische Kakteen-Zucht

Es reicht!

Manchmal. Ja, manchmal reicht es einfach.

Zu Hause:

  • Hardware-Probleme
  • Software-Probleme
  • unveröffentlichbare Probleme

An der Arbeit:

  • defekte neue Hardware
  • defekte ältere Hardware
  • Komische (im Sinne von "Warum zum Geier macht das Zeug das jetzt?!") Software-Probleme
  • Merkwürdiges Netzwerk-Verhalten
  • widerspenstige User
  • Lizenz-Gemuckel in vier Dimensionen (Wer sich das auch immer ausgedacht hat: An die Wand stellen, drauf halten, trifft keinen Falschen ...)
  • zwei kritische Upgrade-Termine innerhalb von 7 Tagen

Wenn ich nicht meinen Rest-Urlaub mit ins nächste Jahr nehmen wollen würde, dann würde ich mich ab Mitte November einfach für drei Wochen verabschieden, mich in meinem Schlafzimmer einschließen und dann könnte mich die Welt man ganz gepflegt ...

*Knirsch*

Darnit!

Da fährt man fast 14 Jahre unfallfrei, davon 3 Jahre in Vehikeln der Eltern, 3 Jahre in einer eigenen Schrottmühle, fast 8 Jahre in einem Neuwagen-Notkauf, den man am Ende auch nur loswerden will und nie passiert irgendetwas.

Und dann kauft man sich vom eigenen Geld endlich einen neuen Wagen, fährt diesen gerade Mal exakt 3 Monate und dann ... dann mißachtet so eine tagträumende Jungfahrerin (war immerhin attraktiv anzusehen [ja, nennt mich Macho]) die Vorfahrt, fährt ohne weiter nachzusehen in eine Hauptstraße ein und schießt mich dabei schwungvoll ab.

Gnaaargh!

Glücklicherweise gab es keine sonstigen Schäden außer verbeultem Blech.

Immerhin kann ich sagen: Ihr Kotflügel war verbeulter als meiner, aber was weiß man schon, was unter dem Blech noch alles kaputt ist. Dies muss morgen die Werkstatt klären.

Und dann ist sie noch bei der Macif, einer französischen Gesellschaft versicht, die von der HUK Coburg in Deutschland vertreten wird. Ich ahne, dass dies heiter werden könnte.

Wenigstens war die Dame an der Hotline der HUK freundlich und kompetent bei der Aufnahme des Schadens.

Nomade in der eigenen Wohnung

Es fing "harmlos" mit einem kleinen Wasserschaden hinter meiner Spülmaschine an.

Es ging über zu einem 3x3m großen feuchten Fleck an der Aussenseite des Hauses.

Es folgte die Messung der Feuchte in den Wänden meiner Wohnung und in der Decke der Wohnung darunter.

Dies ergab: Küche abbauen, Schlafzimmerschrank abbauen, Teppich dort zurückschlagen, 5 Löcher (50mm Durchmesser) in Küchen- und Schlafzimmerboden bohren und eine Trocknungsmaschine anschließen, die die Feuchtigkeit aus Boden und Wänden treiben soll. 14 Tage lang.

Ergebnis: Habseligkeiten und Klamotten in Kisten und Koffern verstauen und irgendwo in der Rest-Wohnung lagern. 4 Wochen kein Herd, kein Ofen, keine Spüle, keine Arbeitsplatte, kein Schlafzimmerschrank, leben wie die (Business-)Nomaden aus dem Koffer.

Wenigstens die Mikrowelle, die Spülmaschine und der Kühlschrank sind mir soweit geblieben.

Montag kommt die Firma, die die Trocknungs-Geräte aufstellt. Ich bin gespannt.

Gewöhnungsphase

Seit knapp mehr als einem Monat gehöre ich nun zur regulär arbeitenden Bevölkerung. Nach 9 Jahren im Studium und damit meist sehr freier Zeitgestaltung, muss ich mich nun wieder an eine festere Zeiteinteilung (Gleitzeitregelung hin oder her) gewöhnen.

Die schon länger arbeitenden mögen sich jetzt über mich lustig machen oder milde lächeln (vor allem die, die schon seit Jahr und Tag des Nachts um 05:00 Uhr aufstehen müssen), aber bitte erinnert euch selbst an die Zeit, in der dies nicht so wahr. Hattet ihr nicht auch Probleme, den Tag-Nacht-Rhythmus umzustellen?

Ich bin grundsätzlich ein Nachtmensch. Insoweit fällt es mir doppelt schwer, mich morgens aus dem Bett zu bewegen. Die natürliche Trägheit des Körpers und des Geistes sind einfach sehr stark. Umso stärker, wenn man mehrere Jahre lang ohne größere Konsequenzen dieser Trägheit nachgeben konnte.

Diese lange eingeschliffenen Gewohnheiten lassen sich nur schwer in 4 Wochen ausmerzen und so trotte ich immer noch morgens nur halbwegs wach in Richtung Arbeitsplatz.

Aber es zeigt sich schon eine gewisser Gewöhnungseffekt an die neuen Gegebenheiten, jetzt muss ich nur noch verhindern, dass ich über die Wochenende wieder in den alten Trott verfalle.

Unterschrieben!

Und jetzt ist auch offiziell, ich habe soeben meinen unbefristeten Arbeitsvertrag als technischer Angestellter im öffentlichen Dienst an der FH Gießen-Friedberg (Bereich Gießen) unterschrieben. Arbeitsbeginn ist der 02.06.2008.

So langsam fallen alle Puzzle-Teile an die Stellen, an die sie gehören.

Benotet!

Heute habe ich mein Diplom-Zeugnis abgeholt. Und ich bin sehr überrascht, die Gesamtnote ist mit 1,4 noch positiver, als ich gedacht habe. Glückwunsch an mich :-)

Bestanden!

Fertig! Bestanden!

Mit jeweils 1,3 in der Diplom-Arbeit wie der mündlichen Prüfung beende ich damit mein seit 1999 andauerndes Studentenleben.