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Nomade in der eigenen Wohnung

Es fing "harmlos" mit einem kleinen Wasserschaden hinter meiner Spülmaschine an.

Es ging über zu einem 3x3m großen feuchten Fleck an der Aussenseite des Hauses.

Es folgte die Messung der Feuchte in den Wänden meiner Wohnung und in der Decke der Wohnung darunter.

Dies ergab: Küche abbauen, Schlafzimmerschrank abbauen, Teppich dort zurückschlagen, 5 Löcher (50mm Durchmesser) in Küchen- und Schlafzimmerboden bohren und eine Trocknungsmaschine anschließen, die die Feuchtigkeit aus Boden und Wänden treiben soll. 14 Tage lang.

Ergebnis: Habseligkeiten und Klamotten in Kisten und Koffern verstauen und irgendwo in der Rest-Wohnung lagern. 4 Wochen kein Herd, kein Ofen, keine Spüle, keine Arbeitsplatte, kein Schlafzimmerschrank, leben wie die (Business-)Nomaden aus dem Koffer.

Wenigstens die Mikrowelle, die Spülmaschine und der Kühlschrank sind mir soweit geblieben.

Montag kommt die Firma, die die Trocknungs-Geräte aufstellt. Ich bin gespannt.

Arac-Attack

Wo kommen die Viecher nur plötzlich her?

In den letzten beiden Wochen habe ich sicherlich gut 15 von diesen großen und schwarzen Spinnen vertilgt (meist durch einsperren in ein Glas mit anschließendem Aufsaugen, teilweise auch in dem ich ihnen einen Conrad-Katalog auf den Kopf geworfen habe), die auf einmal meine Wohnung heimsuchen.

Und jetzt komme mir niemand mit "nützlich" und so. Ist ja alles schön und gut, aber bitte nicht in meinen vier Wänden und erst recht nicht im Schlafzimmer.

Sintflut und Weltuntergang

Hier bricht gerade die Hölle los. Der Regen und der Hagel trommeln so laut auf das Dach und die Fenster über mir, dass ich den auf voller Lautstärke laufenden Fernseher nur mit Mühe verstehen kann.

Gischt peitscht über die Dächer der Nachbarhäuser und das Moos aus den Ritzen des Pflasters wird vom Hagel herausgesprengt.

Gleichzeitig rollt Donner über das ganze Szenario. Irgendwie gespenstig schön.

Abgetaut

Mist.

Eigentlich wollte ich mir heute eine Fertigpizza einwerfen (keinen Bock auf Selbstproduktion von Essen), aber als ich gerade das Gefrierfach öffnete, wurde ich stutzig, denn a) es ging viel zu leicht auf, b) die dort lagerndes Gel-Packs waren innen flüssig und c) die Pizza hatte nicht die erwartete steinharte Konsistenz.

Scheinbar hatte ich beim Befüllen das Fach nicht korrekt geschlossen, so daß es seit Donnerstag komplett abgetaut war und die Pizza damit ungenießwar wurde.

Also doch das Essen selbst zusammenpuzzeln.

Zak McKracken in echt

Wer das Spiel "Zak McKracken" nicht kennt (schäme dich!), wird diesen Eintrag nicht verstehen können. Also zuerst das Spiel spielen (z.B. mit ScummVM) und dann hier weiterlesen.

In echt passiert hier derzeit folgendes:

Scheinbar ist der Neubau nebenan in der letzten Zeit etwas feucht geworden, denn derzeit läßt die Baufirma mindestens einen Gebäudetrockner laufen. Und zwar auf der höchsten Stufe.

Denn die Geräuschkulisse, die das Ding (oder die Dinger) produziert, ist abenteuerlich. Selbst durch mehrere Wende, geschlossene Fenster und 15 Meter Luftlinie ist überdeutlich das dauernde an- und abschwellende Brummen zu hören.

Und das ist dermaßen nervenzermürbend und hirnerweichend, das man davon Kopfschmerzen bekommt und sich auf so gut wie nichts mehr richtig konzentrieren kann. (Und Kenner verstehen jetzt, was ich mit "Zak McKracken" meine.)

Argh!

Immer rund herum

Ich habe gerade einmal mit hugin, autopano-sift und enblend herumgespielt und dank dem ausgezeichneten hugin-Anfänger-Tutorial von Rob Park bin ich auch zu einem recht ansehnlichen Ergebnis gekommen. Hier und da gibt es noch ein paar unschönere Übergänge, aber für 30 Minuten, die ich mich bisher mit diesem Thema befasst habe, ist das doch ganz ordentlich:

(Achtung, sehr groß! Sowohl, was die Dimensionen (11070x1095 Pixel) als auch die Dateigröße angeht (1,5MB).)

Und damit löse ich auch gleich einen Teil meines Versprechens ein, etwas mehr von meiner Wohnung zu zeigen. Mehr Bilder folgen, nachdem ich noch etwas weiter mit den oben genannten Programmen experimentiert habe.

Nachtrag: Scheinbar stürzen sowohl Firefox als auch Mozilla beim Betrachten des großen Bildes ab. Warum das so ist, weiss ich bis dato noch nicht. Notfalls muss man eben das Bild mittels "Link speichern unter"/"Save Link As" auf die lokale Festplatte speichern und einen Bildbetrachter benutzen.

Nachtrag2: Hmm, was will mir das sagen:
The program 'Gecko' received an X Window System error.
This probably reflects a bug in the program.
The error was 'BadAlloc (insufficient resources for operation)'.
  (Details: serial 36524 error_code 11 request_code 53 minor_code 0)

Wohlfühltemperatur

Das ist doch einmal genau die richtige Temperatur:

(Die linke Anzeige entspricht der Umgebungstemperatur in meiner Wohnung, die rechte ist die Ablufttemperatur meines Arbeitsrechners.)

Ja, ich muss es eingestehen, es wird wirklich Zeit, die Heizung aufzudrehen, wenn ich mich nicht mit dickem Pulli und warmer Decke vor meinem Fernseher wiederfinden will.

Väterchen Frost

Der erste Frost in Gießen.

OK, ok, das ist nicht so eindrucksvoll wie der Ausblick, den dyfa in München hatte. Aber immerhin weiss ich jetzt, das ich ab sofort morgens 5 Minuten mehr Zeit einplanen sollte, um mein Auto frei zu kratzen.

Fettisch is'

So, daß Dach ist drauf, und damit hört auch hoffentlich das maschinengewehrartige Getackere der Druckluftnagler auf, die mir heute einen merkwürdigen Traum vor dem Aufwachen in mein Unterbewußtsein gehämmert haben.


Das linke Bild ist von ca. 11:00 Uhr, das rechte die Ansicht von 12 Stunden später. (Die komischen Flecken kommen vom Regen. Gepaart mit Dunkelheit und dem natürlich nicht übermäßig starken Blitz der A60, der dazu noch sehr nah am Objektiv sitzt, ergeben dann diese "Geister" im Bild.)

Update: Und hier das ganze noch einmal bei Tag, ca. 10:00 Uhr.

Unheilsprophet

Mir scheint, ich schreibe Unheil herbei.

Vorgestern noch war das Nachbargrundstück öde und leer, aber heute ging das mächtig der Punk ab.

6 Uhr und 12 Minuten, ich werde durch ein lautes zischendes Geräusch nach nur 5 Stunden Schlaf aus dem selbigen gerissen. Selbst hartnäckiges ignorieren läßt es nicht verschwinden. Ein Blick aus dem Fenster offenbart folgendes:

Aha, die Aufbauarbeiten beginnen, man klebt Teerpappe auf den Beton, wo später die Wände hinsollen. Lösung: Fenster zu, Oropax in die Ohren, weiterpennen.

Die Ohrstopfen funktionieren gut - zu gut, da ich meinen Wecker gnadenlos überhöre und erst gegen 11:00 wieder aufwache.

Da sieht die ganze Sache schon so aus:

Das Erdgeschoss ist fast fertig, man baut bereits das Gerüst auf, um auch das Dachgeschoss aufsetzen zu können.

So interessant das ganze ist, die Arbeit ruft. Beim Wegfahren sehe ich das (vermutete) Besitzerehepaar, wie sie die zukünftigen Gartenanlagen planen.

Gegen 21:30 zeigt sich dann diese Bild:

Nur die Dachziegel sowie ein wenig Zierrat fehlen noch, aber dann ist der geschlossene Rohbau fertig.

Immerhin, durch die Fertigbauweise nervt mich der Tumult nur einmal und nicht mehre Wochen lang, wie es mit der herkömmlichen Methode der Fall gewesen wäre.

Ich bin gespannt, wie und wann es weitergeht.

Und weiter?

In ein paar vorherigen Einträgen berichtete ich ja schon über das Anwachsen der Bebauung auf dem Nachbargründstuck.

Und nachdem es lange Zeit so aussah, daß das Gießen der Grundplatte die letzte Aktion in diesem Jahr zu sein scheint, so gab es jetzt doch überraschend ein paar Veränderungen.

So wurde eine Fertiggarage auf ihre Betonfüße gestellt, der Fertigschornstein (das graue längliche Teil links) sowie die (vermutlichen) Bauteile großzügig endlang der Straße gelagert (dsa Zeug auf den Trägern unter den grünen Planen). Natürlich unbeleuchetet, so daß man des Nachts recht einfach davorknallen kann, Straßenbeleuchtung hin oder her.

Allerdings stehen diese Dinger da jetzt schon eine gute Woche, ohne das sich etwas tut. Andere Zielgrundstücke gibt es hier in der Gegend aber nicht, so daß der Krempel schon für das Grundstück nebenan sein sollte, aber bisher hat sich, wie man sehen kann, nichts getan.

Wenn die den Rohbau fertig haben wollen, bevor es zu frostig wird, dann sollte sich die Baufirma aber wirklich einmal beeilen.

Naja, mir soll es recht sein, je länger die brauchen, um so mehr Sonne und Ausblick kann ich genießen.

Ohne Dungeon

Seit dem letzten Photo hat sich Einiges auf dem Nachbargrundstück getan, innerhalb von 5 Tagen ist der Hausanschluss gelegt, der Abwasserkanal installiert und das Fundament begonnen worden:

Wie man sieht, scheint der Bauherr auf einen Keller komplett zu verzichten. Ich frage mich nur, ob das nicht ein Fehler war, der später dann bereut wird.

So haben meine Eltern damals aus diversen Gründen nur mit einem Halbkeller gebaut und diese Entscheidung dann recht bald als Fehler eingesehen. Nur ändern konnte man dann natürlich nichts mehr.

Pech gehabt

Tja, leider hat sich meine Hoffnung nicht erfüllt und die Bebauung des Nachbargrundstückes beginnt vermutlich sehr bald.

So wurde gestern die Baugrube abgesteckt und heute materialisierte sich ein Dixie-Klo, woraus ich schließe, das es nächste Woche mit dem Aushub losgehen dürfte.

Naja, ich wollte ohnehin mal wieder früher als 10:00 Uhr an der FH zur Arbeit sein, also kann ich dann auch gleich wachbleiben, wenn mich der Baulärm aus dem Bett wirft.

Einfach vermessen!

Ja, ich gebe es zu, meine Wortspiele waren irgendwann auch schon einmal besser.

Aber es passt einfach zu dem Anblick, der sich mir gestern Morgen bot, als ich von meinem Balkon auf da unbebaute Nachbargrundstück in östlicher Richtung blickte:

Klammheimlich hat sich ein Vermessungsteam auf die Fläche geschlichen und war kräftig dabei, die Grenzen abzustecken.

Also verfolgt mich mein alter Fluch auch in der neuen Wohnung: Kaum bin ich eingezogen, beginnt in unmittelbarer Nähe irgendeine Bautätigkeit, meist mit dem Ziel, mich von meinem Ausblick abzuschneiden.

Das war in der alten Wohnung schon so und scheint sich hier jetzt zu wiederholen.

Nunja, immerhin kann man mir dank der Dachgeschosswohnung nicht komplett den Blick verstellen, denn so hoch darf hier in der Gegend gar nicht gebaut werden.

Warum die Leute aber das etwas komisch geschnittene Halbrundeckgrundstück anstelle eines der weiter östlich liegenden (und angeblich nur unwesentlich teureren) Grundstücke, welche dann wenigstens eine rechteckige Form gehabt hätte, gewählt haben, erschließt sich mir aber nicht so ganz.

Aufgrund des schon recht fortgeschrittenen Jahres hoffe ich aber, das derzeit nur die Bemaßung erfolgt sowie eine Baugenehmigung beantragt wird, damit ich wenigstens noch diesen Winter einen netten Blick aus den Fenstern genießen kann.